Mittwoch, 15. Februar 2012

Liebesmarkt (1973)



    Wenn man so hübsch ist wie Iris, sich als Doktorarbeit eine Analyse des Anzeigen-Liebesmarktes wählt und noch dazu auf praktischer Basis Erfahrungen sammeln will, muss man damit rechnen, in delikate und nicht immer ganz gefahrlose, zumindest aber in heitere Situationen verwickelt zu werden. Und da Iris all diese Liebesabenteuer nicht allein schafft, heuert sie ihren Freundeskreis an, ihr bei den Recherchen behilflich zu sein. Sie selbst landet mit ihrem Freund bei einem obskuren Ehepaar in einer feudalen Villa beim Partnertausch, der allerdings vom Gerichtsvollzieher gestört wird. Was macht man in diesem Fall? Man vernascht den Gerichtsvollzieher gleich mit.

Da ist dann auch noch der Malte Bingerli aus Appenzell, ein Heiratsschwindler ersten Ranges, der es mal als Kaminkehrer, als Briefträger und dann wieder in der Maske des schüchternen Biedermannes versucht, zwischen heiße Schenkel blutjunger Mädchen zu schlüpfen. Nicht weniger pikant ist es, wenn zwei Matrosen ihre „Rohre“ mit 22 und 27 cm inserieren, Feuer frei verheißen und sich dann als Mädchen entpuppen, die auf diesem Wege frische Muschimäuschen zu angeln versuchen.

Da ist Klaus, der ein Mädchen für zwei Wochen Jugoslawien als „Beifahrerin“ sucht, aber bereits kurz nach dem Start Appetit auf Sex bekommt.

Da ist auch Horst, der gewettet hat, sich als Büstenhaltervertreter durch die Damenwelt eines Hochhauses durchzubumsen. Er hätte es lieber unterlassen sollen, denn die sinnenfrohen Erlebnisse in einem Massagesalon gehen beinahe über seine Kräfte.

Helmut wiederum glaubt, ein liebes, romantisches Mädchen kennengelernt zu haben. Aber sie schleppt ihn zu ihrem Bruder, einem verrückten Maler, der sich in den Kopf gesetzt hat, einen Liebesakt zu malen. Doch Helmut ist es leid, als starres Modell zu fungieren und nützt geschickt die Augenblicke, da der Künstler seine Blicke der Leinwand zuwendet, die süße Sabine nach allen Regeln der Kunst zu vernaschen.

Da Iris auch die perverse Erotik Schwarzer Messen erforschen will, aber keine Möglichkeit hat, in solche Kreise einzudingen, inszenieren ihre stets zu Schabernack aufgelegten Freunde ein rituelles Fest, an dessen Höhepunkt Iris von Tom auf einem Scheiterhaufen zum Gaudium der Studienkollegen „rituell“ gebumst werden soll. Iris, mit verbundenen Augen, glaubt sich wahrhaft im Mittelpunkt einer echten Schwarzen Messe, bis Horst aus Unachtsamkeit beim Anzünden seiner Pfeife den Scheiterhaufen in Brand steckt. Iris ist entzürnt über den Spaß der Freunde, die ihre Arbeit, den Liebesmarkt ihrer Mitmenschen zu analysieren, nicht ernst nehmen. Aber sie hat inzwischen genug heiße Liebesnächte und wilde Sexabenteuer erlebt, um im wahrsten Sinne des Wortes befriedigt mit der Niederschrift ihrer Erlebnisse beginnen zu können.


AKA
 Emanuelle Meets the Wife Swappers
 Matratzen-Horchdienst
 Swap Meat at the Love Market

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